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Bericht
Die Informations- und Kommunikationstechnologie (ITK) prägt in der heutigen Zeit fast alle Lebensbereiche des Menschen. Ob Mobilfunktechnologie, Verkehrsmanagement oder der einfache Rechner im Büro, die Produkte der ITK-Branche bedeuten vor allem Erleichterung im Alltag. Doch viele Wissenschaftler schlagen Alarm. Schon jetzt gehen mehrere Studien davon aus, dass der Energieverbrauch der IT-Branche dem CO²-Ausstoß des internationalen Luftverkehrs gleichkommt.
Im Rahmen der Klimaschutz-Debatte arbeiten deshalb schon seit längerer Zeit viele Firmen, Institute und Verbände, wie der deutsche Branchenverband BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.), Greenpeace oder die International Business Machines Corporation (IBM) an einem Plan zur Reduzierung des Energieverbrauchs in der IT-Branche. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Rechenzentren und Server gelegt werden. Diese stellen die größten Stromfresser der Branche dar und sind in der Regel mit nur 10 bis 20 Prozent ausgelastet. Ideen zur Umsetzung gibt es auch schon: Mit einer Zusammenführung heterogener Systeme soll die Zahl der Server und Rechenzentren reduziert und damit ein großer Schritt hin zur Green IT geschaffen werden. Auch eine Virtualisierung, also das Bündeln verschiedener Anwendungsprogramme in leistungsfähigen Rechnern soll ein Ziel sein, um eine höhere Auslastung der Systeme zu erreichen.
Motivation bei der Umsetzung solcher Projekte braucht für Firmen nicht nur der Klimaschutz und das damit verbundene Image und gesellschaftliche Engagement sein. Mit den Einsparungen beim Strom können auch Betriebskosten erheblich gesengt werden, was der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu Gute kommt.
Bei all diesen Lösungsvorschlägen gibt die von Chefvolkswirt Norbert Walter geleitete Deutsche Bank Research jedoch einen wichtigen Punkt zu bedenken: „Green IT sollte nicht allein als Energiesparen bei der IT, sondern mehr noch als Energiesparen mit der IT verstanden werden." Deshalb werden zudem Konzepte erarbeitet wie Prozesse im Alltag mit Hilfe der Informations- und Kommunikationstechnologie optimiert werden können. Simple Lösungen wie Videokonferenzen, statt einer Dienstreise mit Flugzeug und Bahn sind dabei nur der Anfang.
Auch die Endverbraucher sollen in die Arbeit zum Klimaschutz mit einbezogen werden. Bereits seit 1992 in den USA und seit 2002 in Europa findet sich auf Geräten, die gewisse Stromsparkriterien einhalten der Energy Star. Hersteller können ihre Bürogeräte einer freiwilligen Prüfung unterziehen, um diese internationale Kennzeichnung für ihr Produkt zu erhalten. Beim Kauf eines zertifizierten Gerätes kann man sich aufgrund des Energy Star-Gütezeichen auf eine umweltbewußte Herstellung und einen niedrigen Energieverbrauch verlassen.
Vanessa Nanzig
iXtenso.com
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