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Die meisten Menschen kennen Facebook, Twitter oder You Tube aus dem privaten Gebrauch. 400 Millionen Menschen waren im Februar 2010 weltweit bei Facebook registriert, schrieben sich Nachrichten und luden Fotos hoch.
Durch die immer weiter ansteigende Popularität bei den Nutzern, erkennen auch immer mehr Firmen das Potential der sozialen Netzwerke.
In den USA werben bereits 80 der 100 größten Unternehmen auf Facebook. Der Mehrwert der Werbung im Web 2.0 wird dabei kontinuierlich steigen, denn immer mehr Menschen verbringen immer mehr Zeit im Internet. "Dieses Wachstum bedeutet einen grundlegenden Wandel in der Internetnutzung. Der Wunsch nach Vernetzung, Kommunikation und dem Teilen der Informationen treibt das Wachstum im Internet immer stärker an", meint Jon Gibs von Nielsen vom Marktforschungsunternehmen Nielsen.
Vor allem die jüngere Generation bewegt sich selbstverständlich im studiVZ, bei wer-kennt-wenn oder Twitter. Vielleicht ist auch dies ein Grund, warum die Unternehmen in Deutschland sich mit der Nutzung vom Web 2.0. noch schwer tun. Ein Manager, der sich von seiner Tochter erklären lässt, dass sie gerade die 1000 Punkte-Marke beim Spiel Farmville auf Facebook geknackt hat, wird auf den ersten Blick wohl nicht das Potential des Netzwerkes für seine Firma erkennen.
Auch andere Plattformen des Web 2.0 haben bei deutschen Firmen noch wenig Bedeutung. „Gerade einmal jedes vierte der 110 Unternehmen im Dax, M-Dax und Tec-Dax verfügt über einen identifizierbaren Twitter-Account", sagt Christian Berens, Geschäftsführer der Kölner Kommunikationsagentur Net Federation. In den Chefetagen wird sich mit dem Thema gar nicht erst auseinandergesetzt. Bei einer Umfrage der Cologne Business School kam heraus, dass 20 Prozent der befragten 350 Führungskräfte noch nicht einmal wussten, was sich hinter dem Begriff Web 2.0 überhaupt verbirgt. Auch der Vorteil von Blogs war vielen unklar. Dabei können Unternehmen mit dem richtigen Umgang von Web 2.0. nicht nur die Produktivität steigern, sondern auch die Kommunikation von Kollegen untereinander oder mit Führungskräften verbessern. Ungeliebte Excel-Tabellen, an denen immer nur ein Mitarbeiter schreiben kann, könnten bald der Vergangenheit angehören. Im Blog könnten Mitarbeiter über neuste Entwicklungen diskutieren ohne andauernde Rundmails schreiben zu müssen und neuste Produktinfos auf Twitter abgerufen werden. Informationen zu dem Thema gibt es genug.
Am 22./23. April findet in Frankfurt der Web 2.0 Kongress des Euroforum Deutschlands statt. Verschiedene Beratungsfirmen bieten Seminare zum Thema an und erklären Vor- und Nachteile des Marketings im Web 2.0. Und auch in den sozialen Netzwerken selbst findet sich Hilfe. Xing lädt deshalb in die Gruppe: „Neue Wege für Marketing, PR und Unternehmenskommunikation“ ein, wo Mitgliedern ein Austausch zum Web 2.0 ermöglicht wird, aber auch gelungene Beispiele aufgezeigt werden. Eine gute Vorbereitung auf Marketingmaßnahmen im Web 2.0 ist zu empfehlen, um sich vor negativen Erfahrungen zu schützen. Falsche Informationen oder heikle Inhalte verbreiten sich schnell. Wiedergutmachung kommt da häufig zu spät. Die Nutzung bedeutet ein Abschied von der totalen Kontrolle. Wer in der Firma twittern darf und was er schreiben soll, führt häufig zu Diskussionen. Wichtig ist es deshalb klare Regeln aufzustellen und sich schon vorab zu informieren.
Vanessa Nanzig
iXtenso.com
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